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KULTUR VON KROATIEN

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Kultur - Kroatien

Kroatien hat viele Städte mit kulturgeschichtlichen Denkmälern. Besonders hervorzuheben sind:

  • der Diokletianspalast in Split
  • der alte Stadtkern von Trogir
  • die Euphrasius-Basilika in Poreč
  • die Kathedrale in Šibenik
  • und die Stadt Dubrovnik.

Sie alle befinden sich auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Schutz der UNESCO steht auch der schönste und bekannteste kroatische Nationalpark Plitvička Jezera.

Kultur Istrien

In den istrischen Höhlen wurden Lebensspuren von Urmenschen aus dem Paläolithikum entdeckt. Mehr als 400 Ruinen von Siedlungsanlagen zeugen von der hohen Besiedelungsdichte Istriens in der Bronze- und Eisenzeit. Die erste Urbanisierung ist das Verdienst der Römer: Faszinierende Denkmäler zeugen von dieser Zeit. Auch die Herrschaft Byzanz′ hat Istrien ihren kräftigen Stempel aufgedrückt: Die Euphrasius-Basilika ist eine der schönsten frühbyzantinischen Kirchen Europas. Das Innere Istriens ist reich an mittelalterlichen Städtchen und Festungen auf den Gipfeln der Hügel, und zahlreiche Kirchlein hüten mittelalterliche Fresken.

Das Amphitheater in Pula, bzw. die Arena, wurde im 1. Jahrhundert, zur Zeit der Herrschaft von Kaiser Vespasian, errichtet. Die Arena hat eine elliptische Form in einer Dimension von 132 x 105 m und eine Höhe von 32 m. Sie ist damit das größte antike Bauwerk in Istrien und eines der sechs größten römischen Amphitheater weltweit. Es diente vor allem zu Gladiatorenkämpfen und konnte etwa 20.000 Zuschauer aufnehmen. Heute ist die Arena für Touristen geöffnet. In ihren unterirdischen Räumen befindet sich die Ausstellung „Oliven- und Weinbau in der Antike in Istrien“ mit Geräten für die Herstellung von Öl und Wein und einer großen Zahl Amphoren. An warmen Sommerabenden wird die Arena zu einem idealen Ort für Pop-Rock-Konzerte, Opern, Ballette und das Filmfestival. Die Euphrasius-Basilika trägt ihren Namen nach dem Bischof von Poreč, der sie im 6. Jahrhundert errichten ließ. Obgleich auch die älteren Bodenmosaiken erhalten sind, sind doch die Mosaiken im Apsisbereich ihr wertvollster Teil. Der ganze Komplex (dreischiffige Kirche, Baptisterium, Atrium und ehemaliger Bischofspalast) wurde 1997 auf die UNESCO-Liste des geschützten Weltkulturerbes gesetzt. Dvigrad liegt auf einer Anhöhe innerhalb der Limska draga unweit von Kanfanar. Es ist die größte Burgruine. In der Nähe gab es ehemals zwei Kastelle (daher der Name Dvigrad (zwei Burgen)), aber es sind die Ruinen nur einer Burg erhalten geblieben. Dvigrad wurde im 17. Jahrhundert nach einer Pestepidemie verlassen. Heute ist es ein Kulturdenkmal, das sich über 16.000 Quadratmeter erstreckt. Nezakcij, die vier Kilometer von Pula entfernte antike Stadt war die Residenz der Histra, die 177 v. Chr. von den Römern besiegt wurden. Außer den vorgeschichtlichen Siedlungsresten sind hier auch römische Bauwerke zu erkennen sowie Grundrisse frühchristlicher Basiliken. Die Kirche St. Blasius / Sv. Blaž in Vodnjan ist die größte istrische Kirche. Ihr 60 Meter hoher Glockenturm ist der höchste Istriens. Bedeutend ist sie jedoch deshalb, weil sie die mumifizierten Körper von drei Heiligen und die mit 730 Kunstwerken und –Gegenständen reichste istrische Sammlung sakraler Kunst beherbergt. In Istrien muss man auch die Aleja glagoljaša besucht haben. Sie besteht aus einer Reihe von Steindenkmälern entlang der Straße von Roč nach Hum zum Gedenken an die älteste slawische Schrift – die Glagoliza. Des Weiteren sind der antike Residenzkomplex in der Bucht Veriga auf Brijuni, der Triumphbogen der Sergier, der Augustus-Tempel, das Kleine römische Theater und das Kastell in Pula, die Kirche der Hl. Euphemia in Rovinj, das größte istrische Pauliner-Kloster und Sv. Petar u Šumi, die Fresken in den Kirchen Sv. Marija na Škriljinah in Beram und Sv. Jakov in Vižinada sowie die Kažune, kleine, meistens runde Feldschutzhütten aus Trockenmauerwerk, die gleichzeitig auch das bekannteste Symbol Istriens sind, sehenswert.

Zagreb

Das heutige Zagreb ist aus zwei mittelalterlichen Siedlungen entstanden, die sich über Jahrhunderte auf zwei benachbarten Hügeln entwickelten.

Die schriftliche Geschichte Zagrebs reicht bis in das Jahr 1094 zurück, als der Bischofssitz gegründet wurde. Die Zagreber Universität aus dem 17. Jahrhundert ist eine der ältesten in Europa.

Die Zagreber Theater und Konzertbühnen haben ein reiches Repertoire, und neben hervorragenden einheimischen Künstlern gastieren auf ihnen auch viele gefeierte Stars aus aller Welt. Der Reichtum des kulturellen Lebens spiegelt sich auch in den zahlreichen Theatervorstellungen, Opern und Operetten, Konzerten moderner, klassischer und Jazzmusik und zahlreichen Festivals. Die Straßen Zagrebs sind besonders im Sommer Schauplatz von Veranstaltungen und Performances, die sie lebendig und besonders interessant machen. Bereits seit mehr als drei Jahrzehnten findet in der Stadt die internationale Blumenmesse Foraart statt.
Federation of European Cities Tourist Offices – der Verband der Tourismusbüros der Europäischen Städte und die „Art Cities in Europe“ (Kunststädte in Europa) die wichtigsten sind. Hotelunterkünfte in Zagreb sowie Eintrittskarten für Konzerte und Theatervorstellungen kann man unter der Adresse der Art Cities in Europe reservieren: www.artcities.de.

Kvarner

Das kulturgeschichtliche Erbe des Kvarners ist ausgesprochen interessant und inhaltsreich. Aus ihm sind verschiedene Tourismusformen hervorgegangen und haben sich entwickelt, wie beispielsweise der ethnologische, sakrale und kulturelle Tourismus. Im Kvarner gibt es 278 geschützte Kulturgüter, von denen 177 historische Einheiten und 161 historische Gebäude und Komplexe sind. Am zahlreichsten ist das profane Erbe, gefolgt vom ethnologischen, sakralen, hydroarchäologischen, archäologischen und Denkmalserbe. Fast jede zweite oder dritte Stadt, Gemeinde oder Siedlung hat diesbezüglich ihren Gästen etwas zu bieten. Eines der häufigsten erwähnten und hervorgehobenen Denkmäler ist die Tafel von Baška (Bašćanska ploča), ein in Stein gehauenes Denkmal kroatischer Sprache aus der Zeit um 1100, geschriebenen in einer Schrift des Übergangstyps aus der runden in die eckige Glagoliza. Außer den gottesdienstlichen Dokumenten und Texten wurden auch Ereignisse des täglichen gesellschaftlichen Lebens sowie juristische Dokumente, wie die Gesetze von Vinodolski, Vrbnik und Krk, in Glagoliza niedergeschrieben. Ebenso erwähnenswert sind die marianischen Wallfahrtsorte, darunter der Wallfahrtsort der Muttergottes von Trsat oberhalb von Rijeka, einer der ältesten Wallfahrtsorte der Welt, in dem von 1291 bis 1294 die heilige Nazareth-Hütte aufbewahrt wurde.

Zadar

Kultur und Geschichte waren gegenüber der Zadarer Tourismusregion, die bereits seit drei Jahrtausenden besiedelt ist, ebenso freigebig wie auch die  Natur. In unmittelbarer Nähe von Zadar liegt die Stadt Nin, die älteste kroatische Königsstadt und der Ort, in dem der kroatische Staat aus der Taufe gehoben wurde. Bereits im 7. Jahrhundert wurde Zadar zur Hauptstadt Dalmatiens, und das blieb es bis 1918. Die steinernen Straßen des Poluotok, des Zentrums der Altstadt, zieren auch die steinerne Kirche Sv. Donat aus dem 9. Jahrhundert, das größte freigelegte römische Forum auf dieser Seite der Adria und die Kirchen Sveta Stošija aus dem 13. Jahrhundert und Sveti Krševan aus dem 12. Jahrhundert. Auf der breiten Straße oder der Kalelarga, die jeder Besucher dieser Stadt passiert, spürt man den Geist und den Rhythmus dieser tausendjährigen Stadt am besten, die als Ort der größten Investitionen in die kommunale Infrastruktur und das Bauwesen gerade ihre zweite Jugend erlebt.
Eine der Investitionen, die in Europa einzigartig ist, ist die „Meeresorgel“, ein architektonisches Wunder, das auf der Seeseite der städtischen Uferpromenade angelegt wurde, wo die Meereswellen durch ihre Strömung und den Durchfluss durch klingende Röhren, die im Wasser montiert sind, einen unwahrscheinlichen Klang erzeugen, so genannte Meeresmusik, die den gesamten breiten Raum des Spazierwegs am Meer erfüllt. Diese Orgel wurde in nur einem Jahr zu einem unverzichtbaren Ort, an dem sich Tausende Neugierige und Besucher von Zadar und seiner Umgebung versammeln. Und gerade an diesem Teil der Zadarer Uferpromenade zeigt sich nach den Worten des berühmten Alfred Hitchcock auch der schönste Sonnenuntergang der Welt. So hat er ihn nämlich nach seinem Besuch in Zadar beschrieben, der ihm bis zu seinem Lebensende wegen der zauberhaften Begegnung mit der Sonne, die im Meer versank, in Erinnerung geblieben ist.
Die Region Zadar besitzt im Städtchen Nin, 18 km von Zadar entfernt, die bereits 12 Jahrhunderte alte Kapelle Sveti Križ, die kleinste Kathedrale der Welt. Mit ihren nur 36 Schritten Länge wurde sie nach der Position der Sonne im Jahresverlauf gebaut und dient so gleichzeitig als Uhr und als Kalender, aber auch als Ort der Andacht.

Sibenik

Kulturelle und historische Denkmäler zeugen noch heute von der langen Besiedelung und der reichen Baukunst der Bewohner der Šibeniker Region. Hierzu gehören die antiken Orte Bribirska Glavica und das römische Skardona sowie die Šibeniker Festungen  Sv. Mihovil, Sv. Ivan Šubićevac und Sv. Nikola, die Festung von Knin. Die Stadtbefestigung von Šibenik entstand im 9. Jahrhundert, und die Stadt selber wird 1066 in einer Geschenkurkunde von König Petar Krešimir zum ersten Mal erwähnt , weswegen  Šibenik noch heute die Stadt Krešimirs genannt wird. Die Stadt wurde von Kroaten vor mehr als einem Millennium gegründet.
Sie bewahrt in ihren Straßen und auf ihren Plätzen einige der wertvollsten Kunstschätze Dalmatiens, darunter das Rathaus, ein Meisterstück der kroatischen Baukunst, und die Kathedrale des Hl. Jakob, ein meisterhaftes Werk des Juraj Dalmatinac aus dem 15. Jahrhundert, das in die Liste des Weltkulturerbes unter dem Schutz der UNESCO aufgenommen ist. Die Bauzeit betrug 105 Jahre, und die Kathedrale besteht ausschließlich aus dem Stein der Inseln Brač und Korčula. Šibenik ist auch die erste Stadt, die unter den Venezianern ihre eigenen Münzen prägte.
Der malerische Ort Primošten wurde auf einer kleinen Insel gebaut und war in der Zeit der türkischen Bedrohung von einer Mauer und Türmen geschützt und durch eine Zugbrücke mit dem Festland verbunden. Diese Stelle wurde später aufgefüllt, und so wurde aus der kleinen Insel Primošten eine Halbinsel.
Knin war schon immer ein wichtiger strategischer Ort am Verlauf der Verkehrswege, und so haben hier zeitweilig die kroatischen Könige Trpimir, Držislav, Zvonimir und Petar ihren Sitz gehabt, und es war auch der Sitz eines Erzbistums, das sich bis zum Fluss Drava erstreckte.

Split

Kultur und Geschichte haben hier viele Künstler inspiriert, die bereits in der Antike ihr Können in den Felsen, den Mauern und den Palästen ihrer Städtchen und urbanen Zentren in den alten Steingebäuden verewigten, die eines der eindrucksvollsten Merkmale des mittleren Dalmatien sind. Heute bieten diese Städtchen und urbanen Einheiten ihren Gästen gleichzeitig Ruhe und Einsamkeit, aber auch vergnügte, lebendige Nächte erfüllt vom heißen Atem des mediterranen Südens. Die Werke in Stein, Marmor und Holz, die auf dem Boden des mittleren Dalmatien von der Antike bis heute entstanden sind, sind nicht nur innerhalb der Kirchen und Museen bewahrt worden, sondern befinden sich auch heute noch an den Häusern, den Fassaden und in den historischen Gesamtensembles der Städte, die meistens im romanischen oder gotischen Stil gestaltet und wahre urbane Meisterwerke sind. Nirgendwo sonst findet man wie im mittleren Dalmatien zwei Städte innerhalb eines Umkreises von nur 30 Kilometern, die  unter dem Schutz der UNESCO und auf der Liste des Weltkulturerbes stehen: der Diocletianspalast in Split und der historische Stadtkern von Trogir.
Es gibt spektakuläre Werke künstlerischer Hände, die in Stein verewigt sind, wie das Portal der Trogirer Kathedrale, das der Meister Radovan 1240 meißelte, aber die besten Arbeiten in Stein hinterließen hier Bonino aus Mailand, Juraj Dalmatinac, Andrija Aleši und Nikola Firentinac. Die Spliter Kathedrale, das älteste Gebäude einer katholischen Kathedrale der Welt, deren erster Teil als Grabstelle für Kaiser Diocletian entstand, ist wegen ihrer vom Meister Andrija Buvina 1214 gestalteten Walnussholztore in die Geschichte der europäischen romanischen Holzskulptur eingegangen. Neben den reichen künstlerischen Traditionen seiner Vorgänger aus der ganzen Welt, die der Raum des mittleren Dalmatien zu den schönsten Kunstwerken inspiriert hat, hat diese Region selbst auch eine Reihe großer Namen bildender Künstler hervorgebracht. Zu ihnen gehört Emanuel Vidović, der bekannteste kroatische Malername aus dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In der Bildhauerei hat Ivan Meštrović aus Otavice bei Drniš die größte Bekanntheit gewonnen, dessen Arbeiten die Museen und Galerien der Welt zieren. In Split steht neben einer Reihe von Kunstwerken in der Galerie Meštrović sein beeindruckendes Denkmal des Bischofs Grgur Ninski. Es befindet sich am nördlichen Eingang zum Diocletianspalast, und die Legende besagt, dass es Wünsche erfüllt, wenn man seinen großen bronzenen Zeh berührt. Split hat im Komplex des einstigen Kaiserpalasts auch die kleinste Straße der Welt, deren Name "Pusti me proći" bedeutet „Lass mich durch“, denn in ihr kann sich nur je eine Person zur Zeit bewegen.
Ein besonderes Erlebnis ist ein Besuch in der Museumsstadt von Trogir, die in diesem Raum seit dem 3. Jahrhundert besteht und deren Kern nur 750 Schritte misst! Dies hat bereits der Historiker Pavao Andreis vor einigen Jahrhunderten ausgemessen und niedergeschrieben, aber auch ihre heutige Gestalt eines durchkomponierten Steinstädtchens mit reicher Geschichte bewahrt im tausendjährigen Kloster des Hl. Nikola das Relief des Gottes Kairos, des Gottes des glücklichen Augenblicks aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, neben einer ganzen Reihe wertvoller Werke aus der Kunstgeschichte und der Steinarchitektur.
Nur fünfzehn Kilometer weiter liegt Salona, der größte antike Denkmalskomplex Kroatiens, der im 2. und 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung mit 62.000 Einwohnern die wahre kosmopolitische Metropole Dalmatiens war. Aber genau hier war auch der Thronsitz der ersten kroatischen Könige. Ein Ort, den zu besuchen man nicht versäumen darf, ist die Festung Klis, die auf einem Felsen erbaut wurde und von der aus die Uskoci den Türken den Vorstoß nach Split vereitelt haben. Weiter als bis zur Festung von Klis ist das türkische Heer niemals gekommen, und eine Legende besagt, dass dies mit der Hilfe der Wundertätigen Gottesmutter von Sinj geschah, deren Wallfahrtsstätte in unmittelbarer Nähe liegt.
Die größte Insel des Spliter Archipels ist Brač, das allmählich zu einer Vorstadt von Split wird. Es ist durch eine Schnellbootlinie außerordentlich gut mit dem Zentrum der Region verbunden und ist der Ort der berühmtesten Bildhauertradition aus weißem Stein, der auch heute noch in den dortigen Steinbrüchen abgebaut wird. Aus diesem wunderschönen Stein sind das Weiße Haus in Washington, das Parlament und der Neue Hof in Wien, das Parlament in Budapest, aber auch der Diocletianspalast und die Kathedralen in Trogir und Šibenik erbaut.
Auf dieser Insel liegt auch die faszinierende Einsiedelei Pustinja Blaca, die die Päpste auf der Flucht vor den Türken im Jahre 1550 direkt in den Felsen gebaut haben. Diese Einsiedelei zeugt noch heute mit ihrem Teleskop und dem aus Wien eingeführten Konzertpiano vom mittelalterlichen Leben auf der Insel.
Das sonnige Hvar, das kürzlich in die ausgewählte Liste der zehn schönsten Inseln der Welt aufgenommen wurde, ist eine der verführerischsten dalmatinischen Inseln. Man weiß nicht, ob hier die Verbindung aus Geschichte und Kunst oder die Schönheit der Natur und der faszinierende Duft des Lavendels die Hauptaufmerksamkeit beanspruchen, aber in jedem Fall muss man den Palast Petar Hektorovics mit seinem Fischteich besuchen, auf den seit Jahrhunderten ausgetretenen Steinstraßen und dem größten Inselplatz auf beiden Seiten der Adria spazieren gehen, dem im Zentrum der Stadt Hvar, das Arsenal besichtigen und das erste kommunale Theater Europas besichtigen, das bereits 1612 errichtet wurde.

Dubrovnik

Als Perle der Adria wird Dubrovnik aber doch vorwiegend wegen seines überaus reichen kulturellen und historischen Erbes bezeichnet, denn schon der berühmte George Bernard Shaw schrieb, dass die, „die das Paradies auf Erden suchen, nach Dubrovnik kommen müssen“. Ihm folgten mit einem Besuch und mit ihrer Begeisterung im vergangenen Jahrhundert Millionen auf der Suche nach ihrem Traum, so sehr ist Dubrovnik zu einem unverzichtbaren Tourismusort im kroatischen Süden geworden. Seinen Namen hat es nach den Eichenwäldern erhalten, die in der Nähe wachsen und die in dieser Gegend „Dubrave“ genannt werden. Und jede historische Geschichte und jede Legende hat noch heute ihre Spuren und Inschriften in den Steinfassaden des historischen Stadtkerns und den Fliesen des Stradun, in den umliegenden Gassen, der Kirche des Patrons Sv. Vlaho, in den Denkmälern für die Dubrovniker Ritter, Fürsten und Herrscher und in den Befestigungen. Unter diesen befindet sich auch der Lovrijenac, der sich über eine steile Schlucht von 37 Metern Höhe erhebt, die den Venezianern das Leben schwer machte, als sie die Freiheit der Republik Dubrovnik bedrohten.
Aber das typischste Merkmal der historischen Stadt unter dem Schutz der UNESCO sind ihre intakten Stadtmauern, die die Stadt in einer ununterbrochenen Linie von 1940 Metern Länge umschließen. Die Dubrovniker Mauern gehören zu den schönsten und stärksten Festungssystemen am Mittelmeer, voll von Burgen, Bastionen, Türmen und einzelnen Festungen. Ein Spaziergang auf ihnen bietet ein gutes Bild all der steinernen Schönheit der Stadt, in der die bekannteste Dubrovniker Straße, der Stradun, beherrschend ist, der kürzeste Weg vom östlichen  zum westlichen Stadttor. Die reinen Steinfliesen der breitesten Straße des historischen Stadtkerns, des Stradun, sind der Ort großer städtischer Veranstaltungen wie der Dubrovniker Sommerspiele, aber auch ein Ort der Begegnung, der Unterhaltung und des Zusammentreffens und der Ort spektakulärer Neujahrsfeiern unter freiem Himmel.
Seit den letzten Jahren fahren auf den Dubrovniker Gewässern neu gebaute Dubrovniker Karake, Nachbauten der alten hölzernen Passagier- und Handelsschiffe aus der Zeit des Ruhmes und des Unternehmergeistes der Republik Dubrovnik. Ende des 16. Jahrhunderts gehörte die Dubrovniker Karaka zu den größten Schiffen der Welt, und heute fährt sie in Ausflugsprogrammen Touristen zu den verborgenen Buchten und Inselchen um Dubrovnik, aber auch auf der „Piratenroute“ durch die Adria.
Ein Ort für einen Urlaub und Entspannung, den man nicht auslassen darf, ist die Halbinsel Pelješac, die größte kroatische Halbinsel nach Istrien, die einst ein Teil der Republik Dubrovnik war. Noch heute stehen dort die Mauern von Ston, die sich als eine Reihe von starken Festungen 5,5 Kilometer lang hinziehen und mit denen der Zugang zu Dubrovnik verteidigt wurde. Besonders interessant ist auch die Stadt Orebić, die im 18. Jahrhundert ein Zentrum der Seefahrt war. Noch heute sieht man an den Fassaden der dortigen Privathäuser den Wohlstand und Luxus des Lebens der einstigen Seemannsfamilien, die die ganze Welt besegelten und das verdiente Geld in ihre steinernen Villen und Paläste investierten.
Bereits seit der Zeit, als der Weltumsegler Marco Polo aus seiner Heimat Korčula aufbrach (sein Geburtshaus besteht noch heute in der Stadt und kann besichtigt werden), einer Insel des Dubrovniker Archipels, entwickelte sich das Ritterstädtchen Korčula mit seiner reichen Geschichte zu einer Art urbaner, steinerner Skulptur gerader Linien und ist so bis heute vollkommen erhalten. Was es besonders macht, ist die Architektur, deren Schöpfer wollten, dass die städtischen Straßen, die nach dem Modell der Fischgräten angeordnet sind, stets in jedem Moment des Morgens und auch des Nachmittags in Sonne getaucht sind, aber nicht auch während der größten Mittagshitze.
Zu Ehren des berühmten Seefahrers Marco Polo wird noch heute auf Korčula jedes Jahr im Juli ein Internationales Festival des Gesangs und des Weins veranstaltet, das seinen Namen trägt und das als Inszenierung von Marco Polos Einlaufen in den Hafen von Korčula jedes Jahr im Mai gestaltet ist. Korčula ist auch der Ort eines Ritterspielfestes mit den traditionellen Säbeltänzen Moreška, Kumpanija und Moštra, die in Originaltrachten des 16. Jahrhunderts getanzt werden und den Kampf des weißen und des schwarzen Königs um die Liebe der Prinzessin symbolisieren, die der schwarze König geraubt hat. Den Kampf begleitet eine bunte Parade, die ein Blasorchester aufführt, und er wird jedes Jahr am 29. Juli, am Tag des Hl. Todor aufgeführt, aber auch an jedem Donnerstag während der Tourismussaison.
Nur drei Kilometer von Metković entfernt, im Ort Vid, befinden sich die Überreste der antiken Stadt Narona, einer römischen Kolonie und eines Handelszentrums, das seinen Reichtum auf den Handel gründete und das wertvollste historische Erbe im Süden Kroatiens darstellt, aber auch die bedeutendste archäologische Fundstätte außerhalb Roms mit mehr als 30 römischen Denkmälern. Unweit dieses historischen Ortes findet jedes Jahr Anfang August ein Bootsmarathon mit traditionellen einheimischen Booten dieser Region statt, ein sportlicher Wettbewerb auf der Neretva mit einer Strecke von 22,5 Kilometern.

Mittelkroatioen

Zu ihrer malerischen Wirkung tragen auch die mittelalterlichen Burgen und Landschlösser bei (Veliki Tabor, Miljana…). Dies ist eine Region mit einer interessanten Geschichte, mit der viele bedeutende Ereignisse, Menschen und Legenden verbunden sind. Die Atmosphäre wird auch vom reichen gastronomischen Angebot und natürlich den hiesigen Weinen vervollständigt.

Region Varaždin
In dieser Gegend befindet sich der weithin bekannte Waldpark Trakošćan sowie auch der für die Stadt Varaždin wichtige Waldpark Drava. Hier liegen auch drei auch im europäischen Maßstab außerordentliche wichtige und wertvolle geologisch-paläontologische Naturdenkmäler, die die Kontinuität der tausendjährigen Anwesenheit des Menschen in diesem Raum bestätigen (die Höhle Vindija, die Maček-Höhle, und die Šincek-Höhle), und der einzige erhaltene fossile Vulkan sowie die einzige Fundstelle von Halbedelsteinen in Kroatien, die als geologisches Naturdenkmal geschützt ist (Gamenica – Kameni Vrh).
Die Gespanschaft ist ebenfalls reich an Denkmälern der Parkarchitektur, die überwiegend zu Beginn des 18. Jahrhunderts anlässlich des Baus oder der Erneuerung von Schlössern entstanden sind (Maruševec, Križovljangrad, Bajnski Dvori, Veliki Bukovec, Vidovec, Jalkovec, Šaulovec, Martijanec, Novi Marof, Varaždinske Toplice). Daneben gibt es hier den wissenschaftlich und erzieherisch wertvollen Baumpark Opeka wie auch den bekannten Friedhof von Varaždin.

Slavonien

Slawonien und Baranja haben ein besonders reiches architektonisches Erbe aufzuweisen, vor allem Schlösser und Festungen. Eine Sonderstellung nimmt das Schloss mit Weinkellerei in Kutjevo ein, das zum ehemaligen jesuitischen Besitz gehörte. Das Schloss in Donji Miholjac wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts im Jagdstil erbaut und ist das einzige Objekt dieser Art in Kroatien und in diesem Teil Europas. Aus dem Nachlass des Eugen von Savoyen stammt das Jagdschloss in Bilje das im Wiener Stil erbaut wurde. Die Grafen Pejačević haben ihre Schlösser neuen Generationen in Virovitica, Našice und Osijek hinterlassen. In einem der schönsten Schlösser, dem in Našice, komponierte die Diva der kroatischen Musik, Dora Pejačević, deren Gedenkraum für Besucher ständig geöffnet ist. Erwähnt sei auch das Barockschloss der Grafen Noraman-Prandau in Valpovo mit Park.
Das Schloss der ehemals mächtigen Familie Eltz in Vukovar wurde nach den schweren Kriegszerstörungen notdürftig erneuert. Es beherbergt den Museumsschatz dieses Gebietes, besonders die archäologischen Überreste der Vučedol-Kultur, deren Symbol die bekannte Taube von Vučedol ist. Man sollte auch das Schloss der Familie Odescalchi in Ilok und seinen Weinkeller besuchen. Daneben befinden sich die in Slawonien am besten erhaltenen Überreste aus der Türkenzeit – Türbe (Grabstein) und türkisches Bad.

Zum Denkmalserbe Slawoniens gehören auch zwei außerordentlich wertvolle Barockfestungen in Osijek und in Slavonski Brod. Die Festung in Osijek stellt eine erfolgreiche Verbindung von militärischer, bürgerlich-administrativer und sakraler Architektur dar. Auf ihrem Hauptplatz dominiert das Gebäude der General-Kaserne aus dem Jahr 1726 mit dem prachtvollsten barocken Steinportal in Kroatien und einem runden Pylon, der neben dem in Požega das einzige derartige Votivdenkmal in Kroatien ist. Die Festung von Brod wurde zur Zeit des Habsburger Kaiserreichs erbaut und ist heute, erneuert, in ursprünglicher Form lebendig. Sie war die größte Festung ihrer Zeit mit dem größten Zentralgebäude, dessen Festungssystem Slawonien zweieinhalb Jahrhunderte ununterbrochenen Frieden sicherte.

Kroatische Küche

Schon Jahrtausende vor Christus kannten die Vucedoler Stämme einen präzisen Kalender, der es ihnen erlaubte, effektiv Landwirtschaft zu betreiben.

Auf Vis gibt es die Spuren einer Traube, die seit vorchristlichen Zeiten bis heute kontinuierlich gezüchtet wird.

Die älteste Münze, die auf Hvar gefunden wurde, trägt auf einer Seite das Bild von Trauben und auf der anderen das Gesicht Homers, des Dichters, der sie besungen hat.

Altrömische Offiziere wurden zu Gourmets, als sie die Segnungen der Cetina-Region entdeckten: die Forellen, Flusskrebse, Frösche, das Wild und das fruchtbare Land. Statt eines vorübergehenden Lagers errichteten sie bleibende Häuser auf den Hügeln an der Cetin. Vor tausend Jahren fuhren auf dem Mittelmeer und den Ozeanen Dubrovniker Schiffe, auf denen Spitzenköche einen wichtigen Teil der Besatzung ausmachten, Kenner der besten orientalischen und okzidentalen Rezepturen.

Von Istrien bis Konavlje bewahren die Kroaten Dutzende von Jahrhunderten alte Olivenbäume, Bäume, die noch heute Früchte tragen. Die römischen Kaiser pflanzten Olivenhaine in Istrien, das sie für die beste Lage im Kaiserreich hielten für den Anbau hervorragender Oliven. Auch im Norden Kroatiens bereiteten herrschaftliche Köche Rezepte des Wiener Hofes zu.

Die Köche Napoleons überbrachten den kroatischen Meistern eine Reihe von kulinarischen Verfahren, die bis heute bewahrt werden: Die Samoborer Senfsoße Mustarda und der Aperitifwein Bermet sind die bekanntesten Beispiele. Aber die napoleonischen Köche stießen in Kroatien nicht auf gastronomische Ignoranten, sondern "französisierten" meistens nur bereits bestehende Rezepte. Der Senf wird beispielsweise bereits im Gazophylacium erwähnt, dem bekannten lateinisch-kroatischen Wörterbuch des Ivan Belostenac aus dem Jahre 1674.

Die Italiener haben den größten Teil der Welt überzeugt, dass Hunderte ihrer regionalen Speisen zur Spitze der Weltgastronomie zählen: Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts haben sie sogar selbst bestätigt, dass die besten italienischen Speisen in Dalmatien zubereitet werden, wo der großen kulinarischen Tradition erstklassige Rohstoffe und Zutaten zur Verfügung stehen.

Von Persien über die Türkei sind die Cevapcici Tausende von Kilometern und mehrere Jahrhunderte lang bis nach Kroatien gereist und haben dabei ihre Rezeptur bis zur völligen Vollkommenheit verbessert. Auf diesem Wege wurden die Cevapcici von vielen anderen großen Speisen und Kochtechniken begleitet.

Die Ungarn, die in die Podravina, nach Medjimurje, Slavonien und in die Baranja einwanderten, bereiten in ihren Kesseln perfekte Speisen zu, die das Herz der Identität der ungarischen Küche sind.
Im heutigen Kroatien, diesem kleinen mediterranen, balkanischen, pannonischen Alpen- und Donauland, gedeihen alle Arten von Trauben wie auch im großen Frankreich! Im kleinen Kroatien gedeihen mehr Arten des teuersten Trüffels als in Frankreich, und sogar auch der gesuchteste weiße Tuber magnatum (pico). Seit Jahren bereits versuchen Mykologen, ein Verzeichnis aller essbaren Pilze fertig zu stellen, die in Kroatien wild wachsen, und sind noch immer nicht fertig, so umfangreich ist es. Die kroatische Adria ist nicht bekannt für ihre großen Mengen an Fischen, Krebsen, Muscheln und Weichtieren, aber sie ist bekannt für ihren Artenreichtum an Meeresfrüchten: Einige von ihnen, wie etwa die Scampi und Austern an bestimmten Adriaorten, gelten vielen als die besten der Welt. Dies sind subjektive Einschätzungen; objektive wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass die Konzentration einer Reihe von Inhaltsstoffen die Maraskakirsche aus der Region Zadar jeder anderen geschätzten Kirsche der Welt überlegen macht, was auch der berühmte Zadarer Likör Maraschino beweist.

Die Varietäten der kleinen mediterranen Schafzuchten, die über die Adriainseln, die Küstenregion und das Hinterland verstreut sind, sind in sich selbst eine Quelle ultimativer kulinarischer Genüsse und ein hervorragendes Beispiel für die Höhepunkte der kroatischen Gastronomie: Diese Schafe sind ausnahmslos klein, einige von ihnen die allerkleinsten am Mittelmeer, und sie geben ebenso wenig Milch auf ihren kargen, aber außerordentlich aromatischen Weidegründen. Aber dafür sind ihr Fleisch, ihre Milch und ihr Käse die Quelle unendlicher Genüsse.
Kroatien kann sich an Mengen und Erträgen an Früchten, Gemüse, Pilzen, Fischen, Krebsen, Fleisch, Käse oder Honig nicht mit den großen Erzeugern der Welt messen. Und muss das auch nicht. Die unwahrscheinliche Artenvielfalt und die überraschende Qualität der Rohstoffe, Zutaten, Speisen und Produkte, die diese Gegend und diese Tradition bieten, sind ein Weltkulturdenkmal, das man kennen, pflegen, bewahren, achten und vor allem genießen muss.

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